Erlebnisse der Jugendlichen

Mittwoch, 18.12.2013

Alex Westermann und Marcel Gellert schrieben am 18.12.2013

Wir sind mit nach Afrika, weil wir Erfahrungen sammeln und den Menschen in Kombissiri helfen wollten. Wir sind mit der Vorstellung nach Afrika, dass dort viel Armut herrscht und es viel zu tun gibt.

Am Anfang war es sehr hart, bis wir uns an das Klima gewöhnt hatten. Die Arbeit erschwerte sich, da Werkzeug zwar da war, aber auch sehr schnell kaputt ging.

Die restliche Arbeitszeit verlief sehr positiv, da viele Anwohner sich interessierten und mitgeholfen haben. Besonders toll fanden wir auch, als die Einwohner kamen, sich Werkzeug "geschnappt" und uns unterstützt haben. Besonders beeindruckt haben uns die Menschen, da sie einen sehr nierdrigen Lebensstandard haben, wenig zu essen und kein Geld haben, aber trotzdem immer sehr freundlich, aufgeschlossen und sehr hilfsbereit waren.

Daraus haben wir gelernt, dass man nicht viel braucht um glücklich zu sein und mit dem zufrieden sein soll was man hat.

 

Felix Knaf, aus der Malerei schrieb am 17.12.2013

"Ich bin nach Afrika geflogen um neue Menschen kennen zu lernen und unser Projekt erfolgreich abzuschließen. Positiv fand ich , dass die Menschen immer gegrüßt haben. Ich fand auch sehr gut, dass sehr viele mit auf dem Sportplatz mitgeholfen hatten, davor echt Respekt.

Auch als wir auf der türkischen Schule waren und uns alle herzlichst Willkommen hießen und uns zum Fußballspiel einluden, war sehr toll. Das Beste war unser Pick up und unser Begleiter, sein Name Salif.

Was ich nicht gut fand war der Müll wo überall rumlag. Das dauernde warten auf Werkzeug und Maschinen hat auch ein wenig genervt.

Dass unsere Begleitperson Salif immer cool und locker war, obwohl wir ihn jeden Tag knapp 24 Stunden in Anspruch nahmen, das hat mich sehr beeindruckt.

Ich habe aus Burkina Faso gelernt, dass man auch mit wenig glücklich und voller Freude sein kann.

Was ich nie gedacht hätte ist, dass diese Gruppe, die wir dort in Afrika waren, so gut funktionieren und zusammenarbeiten würde. Auch nochhmal Respekt an alle, dass wir das so gut zusammen geschafft haben."

 

Statistik Stand 09.12.2013

Montag, 09.12.2013

Kofferpacken angesagt, Abschied nehmen

Mittwoch, 04.12.2013

Obwohl den ein oder anderen das Heimweh plagt und jeder sich auch auf zu Hause freut, herrscht bei den meisten heute etwas gedrückte Abschiedsstimmung. Den Tag verbringen wir mit Aufräumen und uns startklar machen, bevor wir abends unser Abschiedsessen bei Bürgermeister Herr Conombo privat zu Hause einnehmen.

Vielen Dank auch an die rege Anteilnahme an unserem Projekt von euch zu Hause. Euer Interesse und eure guten Wünsche haben uns immer zusätzlich motiviert und uns stets ein Gefühl der Verbundenheit mit euch zu Hause gegeben.

Zum Abschied ein paar letzte Bilder und Impressionen unserer unvergesslichen Zeit in Burkina Faso.

 Tschüss und bis bald in Ettlingen. Wir haben Sonne im GepäckLachend

 

 

Der Abschied naht...

Mittwoch, 04.12.2013

Der heutige letzte komplette Tag vor unserer Abreise morgen blieb jedem zur freien Verfügung. So kam es bei einigen zu einer Partie Boule gegen Einheimische und unser treuer Helfer Salif zeigte uns in Kombissiri noch eine 120 Jahre alte Moschee aus Lehm, die wir auch begehen durften. Danach fuhren wir ein letztes Mal in die Hauptstadt, um uns auf dem dortigen Hauptmarkt den Ritterschlag im Feilschen und Handeln abzuholen und unser letztes Geld loszuwerden.

Mehr Afrika geht wohl nicht…

Mittwoch, 04.12.2013

Wie schön: Montag, und nicht arbeiten… J 

Langsam neigt sich aber unsere mehr als beeindruckende Zeit hier in Burkina Faso dem Ende entgegen - welch traurige Vorstellung!

Heute waren wir mit Catherine Eklou verabredet, einer Ghanaerin, die jedes Jahr im Sommer für drei Monate in Freiburg als Krankenschwester arbeitet. Sie leitet die Organisatin APERTEC, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Aufklärung im Bereich Hygiene und Medizin in die abgelegenen Dörfer und damit zu den bildungsfernsten Menschen von Burkina Faso zu bringen.

In typisch afrikanischer Manier erschienen wir 30 Minuten zu spät zu unserem Termin. Aber keine Sorge, in typisch deutscher Manier entschuldigten wir uns auch vorab telefonisch—unser Blog wollte ja noch gefüttert werden..;-)

So ging es um 9h30 mit drei Fahrzeugen los ins Hinterland nach Naime. Was uns dort erwarten sollte, wusste dabei keiner so recht. Nur so viel vorab: Es war jede Menge…

Nach einer ca. 1,5 stündigen Fahrt kamen wir in Naime an, wobei die letzten 10 km Strecke alles übertrafen, was wir bisher an „Straßen“ hier in Burkina Faso kennen lernen durften. Schritttempo war die Regel, die letzten km führten uns über freies Feld wo die Esel die Vorderbeine in „Fußfesseln“ trugen, damit sie nicht zu weit weglaufen konnten…

Naime selbst ist damit ein Dorf fernab jeglicher Zivilisation, ohne irgendwelche Einkaufsmöglichkeiten weit und breit, ohne Wasser, ohne Strom. Das überraschend große Schulgebäude ist das einzige aus Stein gemauerte Haus, der Rest des Dorfes besteht aus den traditionellen afrikanischen Lehmhütten, die wir später auch noch von innen besichtigen sollten.

Bei unserer Ankunft waren besonders die zahlreichen Kinder (die sich für den außergewöhnlichen Anlass extra herausgeputzt hatten) hellauf begeistert, schon früh bildeten sie eine wahre Menschentraube um unseren Konvoi und rannten den Fahrzeugen hinterher. Trotzdem folgten sie immer respektvoll den Anweisungen der Dorfältesten als wir ausstiegen und unsere Plätze für die traditionellen und äußerst ausführlichen Begrüßungszeremonien der Einheimischen einnahmen. Diese reichten über ausgiebiges respektvolles Händeschütteln der wichtigsten, meist ältesten Personen von Naime über das gemeinsame „Trinken“ des Begrüßungstrunks bis hin zu von Trommelmusik und Gesang begleiteten traditionellen Tänzen verschiedener Gruppen der Dorfbewohner. Das Probieren des Trunkes musste sich für uns aufgrund der Hygienebedingungen auf Lippen befeuchten beschränken,  obwohl der Hirsesaft äußerst lecker und süß schmeckte.  Bei den Tänzen bekamen wir von den kleinsten Schulkindern bis zu den ehrfürchtigen Maskenmännern alle Tanzkünste zu sehen, von denen wir sichtlich beeindruckt waren. Die Bürger von Naime legen laut Fr. Eklou größten Wert auf ihre Traditionen und Riten und bringen damit ihre Gastfreundschaft und die Freude über den Besuch zum Ausdruck, was wir ausgiebig bewundern durften. Nachdem diese gegenseitige Wertschätzung vor der versammelten Dorfgemeinschaft und dem extra angereisten Bürgermeister der Region auch noch in Worten zum Ausdruck gebracht wurden, überreichten unsere Jungs noch einige Geschenke wie zum Beispiel einen großen Sack Reis und etwas Schulzeug für die Schule.

Anschließend bekamen wir eine beeindruckende Demonstration der verschiedenen traditionellen, handwerklichen Techniken (Weben von Baumwolle, Mahlen von Hirse, Bearbeitung des Bodens), bevor wir tatsächlich die von außen schon so oft gesehenen kegelförmigen Lehmhütten auch einmal von innen bewundern durften. Im Inneren ist es angenehm kühl, dennoch ohne Einrichtungsgegenstände oder jegliches Mobiliar.

Vor unserer Abreise gab es für uns noch eine Kostprobe der einheimischen Kochkunst. Obwohl der Hühnerkopf mit den sich darin befindlichen Hühnerkrallen etwas merkwürdig aussah, schmeckte es den Jungs überraschend gut. So machten wir uns auf den langen Heimweg, inzwischen hatten wir auch zwei neue Mitfahrer auf der Ladefläche unseres Pick-ups: Die beiden lebendigen Hühner, die wir als Gastgeschenke überreicht bekommen hatten.

Die Eindrücke des heutigen Tages zeigten uns, dass Kombissiri in seiner ganzen Armut und Rückständigkeit verglichen zum Hinterland von Burkina Faso doch schon als fortschrittlich bezeichnet werden kann. Die Analphabetenquote der gesamten Bevölkerung des Landes liegt bei über 70 % und bei der weiblichen Bevölkerung der abgelegenen Dörfer bei sage und schreibe 99 % !!!!!!! 

Große Emotionen, großer Sport

Dienstag, 03.12.2013

Der lang herbeigesehnte Tag der Sportplatzeinweihung ist endlich da!!

Vorher hatten wir um 10h aber noch einen wichtigen Termin beim Bürgermeister Hr. Conombo, wo wir ca. 45 erwarteten Kindern unsere Geschenke überreichen wollten. Dafür richteten wir Tüten mit Nudeln, Reis, Thunfisch, Schreibutensilien, Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten unserer Sponsoren (Vielen Dank dafür—unbezahlbar hier!!), die wir im Beisein von vielen Dorfbewohnern verteilen wollten.


Nach kurzen Ansprachen von Hr. Conombo an uns und von Hr. Kirn im Namen der Gruppe an die anwesenden Anwohner von Kombissiri, in der alle ihre höchste Zufriedenheit mit dem Besuch unserer Gruppe in Burkina Faso und der Gastfreundschaft der Einheimischen zum Ausdruck brachten und den Wunsch zum Aufbau einer langen Freundschaft und Partnerschaft äußerten, kam es für die Kinder zu ihrem großen Moment: Mit großen und freudigen Augen nahmen sie ihre Geschenke entgegen, die Dankbarkeit war auch für unsere freiwillig früh aufgestandenen Jungs Marcel, Jonas und Felix überwältigend, teilweise hatten wir Tränen in den Augen..

Nach diesen sehr emotionalen Momenten hatte Hr. Conombo (der uns aus Dankbarkeit kurzerhand für unseren Abreisetag am Mittwoch zu sich nach Hause zum Essen eingeladen hatte) noch einen kurzen Besuch beim traditionellen Oberhaupt der Gemeinde Kombissiri organisiert, den wir ebenfalls mit einem Ausdruck der großen gegenseitigen Wertschätzung erlebten.   


Ab dann sollte unsere ganze Konzentration aber der feierlichen Eröffnung „unseres“ Sportplatzes gelten. Letzte Vorbereitungen wurden vor Ort getroffen, dann die Mannschaft zu Hause noch mit  Kohlehydraten versorgt, um dann um 15h30 kurz vor Spielbeginn der ersten Partie zweier Mannschaften aus Kombissiri am neuen Spielfeld einzutreffen. Die Einwohner um Sportminister Enri hatten ganze Arbeit geleistet, die Linien mit Kalk gezogen und einen Pult für den Sprecher des örtlichen Radiosenders errichtet: Es war also angerichtet!

 

So begann das erste Spiel um 15h45. Den Spielverlauf verfolgten wir zwar, aber aufgrund der Aufregung bekamen wir nicht viel mehr mit als die drückende Überlegenheit und den am Ende verdienten 2:0 Sieg der favorisierten Mannschaft im orangefarbenen Trikot der Elfenbeinküste.


Dann kam unser Spiel! Wie würden wir mit der Aufregung umgehen? Welchen Vorteil hatten die Afrikaner auf dem für uns ungewohnten staubigen und unebenen Untergrund? Zu wem würden die inzwischen fast 500 (!!) Zuschauer halten? Wie stand es um den Gesundheitszustand unserer immer noch verletzten Marcel und Philipp? Würden sie durchspielen können? Alles Fragen, die uns kurz vor Spielbeginn noch durch den Kopf gingen—bis endlich der Anpfiff kam! Dann gab es nur noch das Spiel: Wir spielten „traditionell“ im weißen Trikot, unterstützt durch zwei Spieler aus Kombissiri, die in den letzten Tagen immer wieder mit uns gespielt hatten.

 

Unser Gegner (eine etwas jüngere  Auswahl aus Kombissiri), trat in Grün an. Und was soll man sagen? Wir erwischten einen Auftakt nach Maß: In der zweiten Spielminute konnte Maik „Horst Hrubesch“ Hanitzsch nach einem stark getretenen Eckball von Kevin „alles für Karlsruh“ Bartsch per Kopf sehenswert zur Führung einnetzen. Das Stadion war aus dem Häuschen, die Stimme des Stadionsprechers überschlug sich, wir feierten ausgiebig! So konnte es weiter gehen!! Ging es aber nicht…;-)  In der Folge verloren wir wieder unsere komplette Innenverteidigung (Marcel und Philipp schieden aufgrund ihrer Verletzungen vom Freitag trotz aller Bemühungen der medizinischen Abteilung um Dr. C. Beck früh aus) und wir gerieten immer wieder ins Schwimmen.


Der ungewohnte Untergrund machte uns sichtlich mehr zu schaffen als den Afrikanern, die uns in der Folge oftmals spielerisch überlegen waren, aber uns zum Glück nicht zwingend in Gefahr bringen konnten. So schafften wir es letztendlich zu einem etwas glücklichen aber dennoch nicht ernsthaft gefährdeten 1:0 Sieg, die Finalteilnahme war damit gesichert, auch wenn uns der Gegner einen deutlich überlegenen Eindruck machte…

Finale!!

Die Geschichte des Finales ist eigentlich recht schnell erzählt: Wie erwartet war uns das gegnerische Team technisch überlegen, trotzdem gestalteten wir die erste Halbzeit ausgeglichen und gingen mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause. Danach legten die vermeintlichen Männer von der Elfenbeinküste aber deutlich „eine Schippe drauf“ und konnten auch recht schnell nach einer schönen Kombination durch unsere Abwehr in Führung gehen. Doch wir konnten entgegen aller Erwartungen noch einmal zurück kommen. Nach einem Lattenkracher von Spielertrainer Ersin „Gala“ Özdemir konnte unser unermüdlicher Wirbelwind Kevin „Edgar Schmitt“ Bartsch nach einem Tanz durch die gegnerische Abwehr mit der letzten Aktion des Spiels den 1:1 Endstand herstellen.

Die Freude war natürlich riesig-auch wenn im weiten Rund Gerüchte aufkamen, das Ausgleichstor sei nicht gänzlich ohne Inanspruchnahme der einheimischen Gastfreundschaft zustande gekommen—was natürlich Quatsch war..;-).

Auf jeden Fall musste das Elfmeterschießen entscheiden bevor das Stadion in Dunkelheit versinken sollte..Mit am Ende 6:5 siegte die Kombissiri-Auswahl, der Name des nur knapp an der Latte gescheiterten Spielers unserer Mannschaft ging leider im allgemeinen Trubel unter…

Wer aber dachte, der Tag sei damit zu Ende, sollte sich eines Besseren belehren lassen müssen. Unter anderem aufgrund der Dunkelheit und der Menschenmassen auf dem Sportplatz, geriet die geplante Geschenkübergabe für das Siegerteam und die von Familie Özdemir privat zur Verfügung gestellte Spende in Form von Essen und Getränken zum „etwas unüberschaubaren Durcheinander“… Die Werbegeschenke etc. konnten noch einigermaßen kontrolliert verteilt werden, die freiwillige Abgabe unserer Fußballschuhe an zahlreiche gegnerische Spieler führte schon zu ausgelassenen bis chaotischen Freudetaumeln mit Bitten um gemeinsame Fotos etc., an eine kontrollierte Abgabe der ca. 500 (!) Sandwiches war daraufhin aber nicht mehr zu denken.

 

Überall bildeten sich Menschentrauben, die den Helfern die Baguettes aus den Händen zu reißen drohten. Kurzerhand beschlossen wir daraufhin, die Verteilung des Essens auf den Hof unseres Hauses zu verlegen, wo wir über das Hoftor kontrolliert Kinder einlassen und das Essen gerecht verteilen konnten. Da am Ende noch einige Sandwiches übrig waren, machten wir uns gemeinsam auf in die Straßen Kombissiris um noch weitere Kinder mit Nahrung zu erfreuen. Auch hier bildeten sich immer wieder schnell Menschentrauben um uns, bedrohliche Szenen blieben aber aus. Und so wurde am Ende alles verteilt und uns zum Abschluss des Tages  nachhaltig ein Eindruck vermittelt, wie groß die Not der Bewohner Kombissiris auf Nahrung bezogen ist.


So beendeten wir einen weiteren eindrucksvollen Tag einerseits mit dem guten Gefühl geholfen zu haben, andererseits mit dem Bewusstsein, nicht mehr als einen Tropfen auf einen heißen Stein gegeben zu haben und der Kampf ums bloße Überleben für die Bewohner morgen aufs Neue beginnen würde.

 

Safari-Tour Nazingha National Park

Dienstag, 03.12.2013

Endlich wieder Wochenende!! Und auf dem Programm stand heute ein Ausflug in den 97000 Hektar großen Nazingha National Park in Naouri.

Nachdem sich die Abfahrt aufgrund dringend notwedig gewordener Bankgeschäfte (Danke, Klaus Schwarz, unser zuverlässiger Retter aus jeder Not—jetzt sogar früh morgens!!) verzögert hatte,  fuhren wir gegen 10h los ins ca. 130km entfernte Naouri, wobei die Reisegruppe die Fahrt auf der erst 2010 fertiggestellten Bundesstraße anfangs noch ausgelassen genießen konnte. Dies sollte sich nach der Stadt Po, wo wir in die „Wildnis“ abbogen, allerdings schlagartig ändern: Auf einer „Roten Erde Buckelpiste“ wurden alle auf und im Pickup ordentlich durchgeschüttelt, unser treuer Helfer und Fahrer Salif hatte kein Erbarmen mit uns! ;-) Ca. 40 km jagte er über den Staub, bevor wir am Eingang des Nationalparks ankamen. Gegen die uns mittlerweile gut bekannte und obligatorische „geringe Gebühr“ wurden wir eingelassen in ein schier unendlich erscheinendes Naturreservat, wo uns Elefanten, Affen, Krokodile, Antilopen, Giraffen etc. in ihrer natürlichen Lebenswelt in Aussicht gestellt wurden.

Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bis wir in größerer Entfernung zu unserem Fahrzeug eine Herde Elefanten mit Jungtieren zu Gesicht bekommen sollten; Zuerst hinter Bäume kaum zu sehen und einige der Jungs wären am liebsten vom Auto gesprungen um ihnen näher zu kommen und eine bessere Sicht zu bekommen (natürlich streng verboten!). Dies änderte sich aber schlagartig, als die Elefanten“mama“ auf uns aufmerksam wurde, sich und ihre Jungen trotz der recht großen Entfernung von ca. 100 Metern bedroht sah und unvermittelt auf uns losstürmte. Aus dem Mund unseres Fahrers am Steuer unseres Wagens hörten wir nur noch ein bedrohliches „C´est dangereux“ („das wird gefährlich“!), bevor er aufs Gas drückte. Nur mit Mühe und Not konnten wir neun (!) uns auf der Ladefläche des Pickups aneinander festhalten und entkamen der bedrohlichen Situation nur um ein Haar unbeschadet. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn uns die Bullin erwischt hätte oder jemand vom Pickup gefallen wäre… Zur Belohnung bekamen wir tolle Bilder der gesamten Herde an einem Wasserloch, die aber aufgrund der zittrigen Hände von allen teilweise recht wacklig wurden—der Schreck steckte uns noch einige Minuten in den Knochen…

Den Rest des Tages hatten wir etwas weniger Glück. Wir sahen zwar noch viele Antilopen und einige Affen, die ganz nahen Kontakte blieben aber aus – ein Nationalpark ist eben kein Zoo! Zum Glück!!

Trotzdem war es für alle ein beeindruckendes Erlebnis und die lange Rückfahrt wurde auf der Ladefläche des Pickup durch den immer textsicheren Sandro, durch Marcel, Alex und Fr. Beck und Hr. Kirn zu einem ausgiebigen Gesangserlebnis, die unser afrikanischer Begleiter Pablo immer wieder mit einem breiten Grinsen seiner hell leuchtenden weißen Zähne in der afrikanischen Nacht quittierte--er verstand ja die Texte nicht..;-)

„Länderspiel Türkei-Deutschland“

Dienstag, 03.12.2013

 (Bericht aus dem „Kicker“ vom 30.11.2013 ;-) )

Damit unsere Mannschaft  zum heutigen Spiel gegen die türkische Lehrerauswahl im „Kunstrasen-Park“ zu Ouagadougou fit anreisen konnte, waren wir etwas später als gewohnt aufgestanden (7h), verpassten auf unserem heimischen Sportplatz der Tribüne noch den letzten Feinschliff , brachten die Spielerbänke an und absolvierten danach eine leichte Abschlusstrainingseinheit.


Nach einem leichten Essen und ausgiebiger Mittagsruhe fuhren wir mit dem Mannschaftsbus (unserem geliebten und unbezahlbaren Pickup) gen Hauptstadt und trafen uns da mit unserem Ausrüster: 9 Paar Kunstrasenschuhe mussten günstig gestellt werden, was wir in bester Basar-Manier erfolgreich erledigten—im Feilschen haben wir mittlerweile fast afrikanisches Niveau erreicht..;-)

Dann noch schnell die Lebensmittel für unsere geplante Geschenkübergabe an die einheimischen Kinder am Sonntag eingekauft, um um 19h30 zum heiß erwarteten Flutlichtspiel anzutreten.

Die Mannschaft war motiviert bis in die Haarspitzen, leider mussten wir aber bereits nach wenigen Minuten zwei Verletzte (Philipp und Marcel) beklagen, so dass wir unsere tagelang ausgetüftelte Taktik schnell über Bord werfen mussten. Marcel kam zwar unter Schmerzen zurück und zeigte eine fantastische Leistung als Abwehrbollwerk, trotzdem mussten wir uns nach 60 schweißtreibenden, umkämpften dabei aber immer freundschaftlich geführten Minuten knapp mit 9:11 geschlagen geben. Dass die Niederlage nicht deutlicher ausfiel, war der vorbildlichen kämpferischen Leistung der gesamten Mannschaft, aber auch der fast überirdischen Verfassung unseres Keepers Felix „Oliver“ Knaf zu verdanken, der die quirligen und technisch hervorragenden Offensivleute vom Bosporus mit seinen Glanzparaden das ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Und bedenkt man unser Verletzungspech und den Heimvorteil des Gegners, trifft die Beschreibung eines „gefühlten Sieges“ wohl den Nagel auf den Kopf und so konnte die Mannschaft um Trainerin Carola Beck den „GAZI-Park“ zu Ouagadougou hoch erhobenen Hauptes verlassen.

Im Anschluss gönnten wir uns zur Feier der gelungenen Vorstellung auf dem Platz sowie zum Abschluss unseres Sportplatzprojektes der letzten Wochen unser erstes und einziges Bier in Burkina Faso, das die Spieler samt Betreuerstab sichtlich genossen. Jungs, ihr könnt stolz auf euch sein.

Den Tag ließen wir danach im türkischen Restaurant von Fatih, dem Spielführer der türkischen Auswahl, ausklingen bevor uns der Mannschaftsbus ins Hotel nach Kombissiri zurückbrachte, wo wir alle zufrieden und todmüde ins Bett fielen.


Endspurt am Sportplatz

Dienstag, 03.12.2013

Nach der gestrigen ausgiebigen Ebnung des Spielfeldes, musste dieses heute fast den ganzen Tag gewässert werden, wobei uns Einheimische tatkräftig unterstützten, damit wir uns der Fertigstellung der Tribüne und Spielerbänke widmen konnten.

Die geschweißten Tribünenteile holten wir beim Schlosser unseres Vertrauens ab. Gleichzeitig wurde ein neuer Auftrag für die Spielerbänke erteilt. Anschließend wurden die Tribünenteile mit deutscher Genauigkeit am Spielfeldrand ausgerichtet, einbetoniert und die Löcher für die Spielerbänke ausgehoben. Während der Mittagspause benötigten wir die Hilfe einer Schreinerei, um die Holzbretter, der Länge nach durchzusägen. Die von uns durchgeführten Sägearbeiten mussten wir mangels Stromanschlüssen im Wohnzimmer durchführen. Im Anschluss gaben die Jungs in ihrer Pause den Holzbrettern den letzten Feinschliff, damit heute noch die Tribüne fertig gestellt werden konnte.


Am Nachmittag hatten wir noch einen Termin für einen Besuch in einem Waisenhaus ausgemacht, das sich aber nicht als solches herausstellte, sondern eher einer Kindertagesstätte glich. Die Kinder waren zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder zu Hause. Deshalb vereinbarten wir für Sonntagvormittag einen Termin in der Kommune, bei dem zahlreiche bedürftige Kinder der Gemeinde mit ihren größtenteils körperlich behinderten Eltern anwesend sein sollten, denen wir im Beisein des Bürgermeisters unsere Geschenke überreichen wollten.

Danach ging es zu den abschließenden Tribünenarbeiten wieder zurück auf den Sportplatz, wo wir die Sitzbänke anbrachten, die Spielerbänke einbetonierten,  die tragbaren Tore mit deutschen Netzen versahen und damit unser Sportplatz erfolgreich zum Abschluss brachten. JUHUUUUU!!!!

Dementsprechend begeistert zeigte sich auch der Sportminister Enri, der unsere Arbeit sehr schätzte und immer wieder mit den Worten „ Bon Travail“ honorierte.

Nacht und Staub Aktion

Montag, 02.12.2013

Heute waren wir spät dran!!! Wir marschierten mit unseren Werkzeugen erst um 6 Uhr los. Doch leider ohne Kevin, der über Übelkeit klagte. Felix dagegen war wieder fit und ausgesprochen ausgeschlafen. Er war bereits als erster aufgestanden (5 Uhr). Auf dem Weg zum Fußballplatz trauten wir uns diesmal an einen Stand, mit fritiertem Gebäck und stellten fest, dass es köstlich schmeckte. Ab sofort war dieser Stand unser Bäcker...Gestärkt konnten wir auf dem Platz die tragbaren Tore schleifen und streichen.

Da die Maschine immer noch nicht in Sicht war, mussten wir eine Zwangspause einlegen. Das heißt, um 8:30 Uhr bei 30 Grad legten wir eine Trainingseinheit ein.

Punkt 11 kam der ersehnte Anruf - die Maschine ist auf dem Weg. Wir glauben es erst, wenn wir die Maschine sehen!!! Tatsächlich stand die Maschine um 12 Uhr vor unserer Unterbringung mit dem Hinweis, um 15 Uhr wird die Maschine schon wieder auf einer anderen Baustelle gebraucht. Aber nicht mit uns...Herr Kirn und Herr Özdemir mussten in ihrer Mittagspause eine Sondereinheit einlegen. Früher, wie sonst, kam die Gruppe und wechselte sich bei der Nutzung der Maschine ab. Wir ließen die Maschine nicht aus der Hand, bevor der Platz nicht vollständig gewalzt war. Sogar die hereinbrechende Dunkelheit ließ uns von unserem heutigen Ziel nicht abbringen. Bei einer Nacht und Staub Aktion wurde die Maschine erst um 18:30 Uhr zum Abtransport aufgeladen.

Der heute vereinbarte Termin im Waisenhaus musste somit verschoben werden.

Erschöpft und staubig machten wir uns auf den Heimweg und gingen bald nach dem Abendessen ins Bett.

Trübe Aussichten...

Montag, 02.12.2013

Auch heute begann die Arbeit um 6 Uhr morgens, doch leider ohne Felix. Er klagte über Durchfall und Übelkeit. Das Wetter litt mit Felix, zum ersten Mal während unseres Aufenthaltes war der Himmel bewölkt. Auch zum Leidwesen von Herrn Kirn, der voll auf Sonne eingestellt war. Doch an diesem Tag war das Arbeiten für die Jugendlichen umso angenehmer. Herr Özdemir ließ wie gewohnt sein Organisations- und Verhandlungsgeschick aufblitzen, um in der Schlosserei die tragbaren Tore anfertigen zu lassen. Vorher besorgten wir uns auf äußerst afrikanische Weise das Material in der Kommune - wir nahmen die dort gelagerten, alten Verkehrsschilder als Ausgangsmaterial. Das Material wurde in die Schlosserei geliefert und nach Anweisungen von Herrn Özdemir und Jonas verarbeitet.

Während der Wartezeit auf die Walzmaschine kamen die Jugendlichen mit der Bevölkerung ins Gespräch. Es wurden sogar Spielstrategien diskutiert...Aber auch die letzten Reinigungs- und Entsorungsarbeiten (mit Hilfe von Feuer) wurden getätigt.

Doch das Warten auf die Walzmaschine betrübte die Stimmung, sodass Herr Kirn und Herr Özdemir spontan zum Bürgermeister, Herrn Conombo, fuhren, ihn aus einer Sitzung herausbaten und ihn zur Beschaffung der Maschine "nötigten". Nach mehreren Anrufen wurde uns die Maschine für morgen früh versprochen. "Da sind wir mal gespannt..."

Fussballplatz in Sicht...

Montag, 02.12.2013

  Die zweite Arbeitswoche begann wie immer um 6 Uhr. Das heutige Ziel waren die Tore einzubetonieren und den Platz mit Sand auszugleichen. Wir fingen an, die 60 cm tiefen Löcher für die Tore zu hacken, graben und schaufeln. Der später, eingeflogene Klappsparte (Danke Bernd Stolz!!!) erwies sich bei diesem harten und trockenen Boden als hilfreich. Anschließend wurden die Tore eingefügt und ausgerichtet. Das alles ohne Wasserwaage - gut wenn man sich mit Lot ( Schnur und Stein) und Wasserflasche zu helfen weiss. Gefestigt wurden die Tore mit sparsam angemachten Beton, den wir wie alles andere hier teuer kaufen mussten. Nach dem die Tore standen, konnten wir unseren Platz tatsächlich als Fußballplatz erkennen. Die Stimmung in der Gruppe war euphorisch, weil nun der Erfolg der Arbeit sichtbar war.

Unser neuer Mann, Herr Kirn, durfte sich vormittags etwas aklimatisieren und in Ouaga unsere Bankgeschäfte (Geldwechseln) erledigen. Doch in der zweiten Arbeitseinheit stieg Herr Kirn in die Arbeitsgruppe mit ein, denn nachmittags kamen nochmals 2 LKW-Ladungen Sand auf den Platz, die verteilt werden mussten. Diesmal wirklich der letzte Sand!!!

Nun ging das Warten auf die Walzmaschine weiter...

      

Endlich Wochenende...

Sonntag, 01.12.2013

Das Wochenende begann mit einem ersehnten, gemütlichen Frühstück mit Brot. Nach dem Frühstück brachen wir auf in die zweimillionen "Metropole" Ouagadougou - kurz Ouaga. Die Jungs genossen die Fahrt auf der Ladefläche des Pick-ups, in Deutschland unvorstellbar. Wir erlebten das ungewohnte, lebhafte Treiben einer afrikanischen Großstadt, haben uns die ausländischen Botschaften angeschaut und dabei eine spannende Bekanntschaft gemacht: Ramazan, ein Betriebsinhaber in Ouaga, der kurzerhand zu unserem persönlichen Stadtguide wurde. Nach einer Betriebsbesichtigung zeigte er uns eine türkische Schule, an der 700 Schüler aus 23 Nationen unterrichtet werden. Glücklicherweise fand gerade heute dort ein Schulfest statt. 

Wir wurden persönlich vom Direktor empfangen, in seinem Büro erzählte er uns bei türkischem Tee über die schwierige Situation in Burkina Faso. Gern ließen wir uns nach einem interessanten Gespräch zu einem Döner einladen. Die Jungs leckten sich die Finger nach so einer mittlerweile ungewohnten Köstlichkeit. Zusätzlich ergab sich die Aussicht auf ein "Länderspiel" gegen die türkischen Lehrer auf dem einzigen Kunstrasenplatz mit Flutlicht in ganz Burkina Faso. Unglaublich!!!!

Anschließend zeigte uns Ramazan den Kunsthandwerkermarkt, wo die ersten Souveniers eingekauft wurden. Dabei haben die Jungs gute Preise ausgehandelt und entwickelten dabei schon fast einheimische Qualitäten.

Und weil der Samstag noch nicht aufregend genug war, gingen wir zurück in Kombissiri in die dortige Disco, wobei wilde Diskussionen entstanden, ob der Begriff Disco nach deutschen Maßstäben zutreffend ist. Lächelnd

Der Sonntag war der erste richtige Ruhetag, wir versorgten uns selbst und alle konnten wohlverdient die Füße hochlegen. Abends wurden noch die Tore angeliefert, damit es am Montag direkt weitergehen konnte.

Parallel startete um 8h im kalten Karlsruhe unser "neuer" Mann  in sein Abenteuer und landete nach Zugfahrt und problemlosen Flug gegen 21h Ortszeit in "Ouaga"..Kaputt, aber gespannt auf alles, was da kommen würde, wurde Philipp am Flughafen abgeholt und genauso wie wir, ab da mit unzähligen unfassbaren Eindrücken überflutet...

Carola Beck, Philipp Kirn, Ersin Özdemir

Maisfeld ade...

Sonntag, 01.12.2013

Wie jeden Morgen began die Arbeit um 6 Uhr auf dem Platz. Am Donnerstag und Freitag kamen die ersten LKW-Ladungen roter Sand. Nun musste der Sand auf der gesamten Spielfläche verteilt werden. Mit Hilfe von Eselskarren, zwei Schubkarren, wenigen Schaufeln und eine Menge Helfern haben wir es bis Freitag geschafft, den angeblich letzten Sandhaufen zu verteilen. Parallel zu dieser Arbeit haben fünfzig Afrikanerinnen am Spielfeldrand Müll entfernt. Kurzerhand wurden rund um das Feld herum kleine Müllhäufchen angezündet. Stellenweise wurde der harte Boden nochmal vom Ochsen mit Plug aufgelockert. Nachmittags haben die Jungs gemeinsam mit den Männern die Wurzel des zweiten Baumes aus dem Boden herausgewuchtet...Allein die Vorstellung davon ist unglaublich.

Die versprochene Walzmaschine  sollte am Freitag um 10 Uhr geliefert werden. Um 11 Uhr kam die Nachricht, dass die Maschine defekt ist. (Maschinendrama erster Teil...:))) Nach langem Hin und Her wurde als nächsten Liefertermin Montag ausgemacht. "Schau mer mal"!

Kurz vor Feierabend haben die Jungs den Kombissiris eine erste Kostprobe Fußballkunst gegeben -  fernab von Rasenplatz, Kickschuhen und Licht, die Realität an diesem Abend war eher Staub, Arbeitsschuhe und Dunkelheit. Was hier dennoch für einen hervorragenden Fußballabend ausreichte. Die Stimmung in der Gruppe war klasse, weil der erste Sieg eingefahren wurde...

Carola Beck, Philipp Kirn, Ersin Özdemir

Blogbesucher

Freitag, 29.11.2013

An dieser Statistik können Sie/könnt Ihr sehen, wie viele Interessierte schon auf diesem Blog waren und unser Projekt verfolgen:

 

  

 

  

Warten gehört dazu

Mittwoch, 27.11.2013

Hallo zusammen,

seit Tagen warten wir auf den versprochenen Rüttler, der jeden Tag kommen soll...:) Angeblich hat er nur noch 10 km vor sich. Garantie ist das keine. Während der Zwangspause haben wir heute die Mannschaft eingespielt: Morgens 8:30 bei 30 Grad bis 10 Uhr. Heute Nachmittag steht ein Besuch im Waisenheim an und danach arbeiten wir weiter, hoffentlich mit dem Rüttler.

Liebe Grüße aus Kombissiri Carola, Philipp, Ersin


Finish am Sportplatz

Dienstag, 26.11.2013

Hallo zusammen,


wir freuen uns sehr, dass ihr an unserem Projekt teilhaben könnt. Heute haben wir die zwei großen Tore einbetoniert und mittags kommen zwei Lieferungen Sand auf den Platz...

Am Sonntag wird der Fußballplatz mit einem Spiel und großem Fest eingeweiht..

Liebe Grüße aus Kombissiri
Carola, Philipp, Ersin

Geduld

Sonntag, 24.11.2013

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer und Kraft...

 

Unsere Kraft und Ausdauer benötigen wir in den nächsten Tagen für das Gelingen unseres Projektes. Aufgrund dessen hoffen wir auf euer Verständnis, wenn wir euch nicht absolut regelmäßig auf dem aktuellen Stand der Dinge per Blog halten können.

 

Liebe Grüße an alle aus Kombissiri

 

Ersin Özdemir & Carola Beck  

Die Arbeitsgruppe schrumpfte erstmal...

Sonntag, 24.11.2013

Rückblick:

Nach 2 Tagen Bettruhe zu Beginn ist Jonas wieder arbeitsfähig und fit. Die Medikamente und der Arztbesuch am Sonntag haben Wirkung gezeigt. Die Zustände im Krankenhaus sind unbeschreiblich und würden hier den Rahmen sprengen. Der Verdacht auf Malaria hat sich nicht bestätigt und wir waren darüber sehr erleichtert.  

 Wie jeden Tag standen wir um 6 Uhr auf dem „Fußballfeld“  und befestigten mit Vorfreude zwei geliehene Pflüge und unseren selbstgebauten Pflug an das Auto. 20 Minuten lang funktionierte unsere Erfindung. Doch plötzlich kam ein leichter Qualm aus der Motorhaube…das Auto war überlastet. Wie wenn das nicht genug wäre, klagte Marcel über Magenkrämpfe und Frau Beck ging es ebenfalls nicht gut. Herr Özdemir verordnete beiden Bettruhe. Daraufhin organisierte Herr Özdemir einen Ochsen mit Händen und Füßen zum Amüsement der Jugendlichen und der Bevölkerung. Nach 1 Stunde kam ein Hirte mit seinem Tier.

Während dieser Wartezeit haben sich die Jungs einen Spaß erlaubt und wollten ein Wettrennen mit dem Pflügen starten. Jeder Pflug war mit einem Seil verbunden, an dem 7 Personen ziehen konnten.  Dieser Spaß zeigte große Wirkung und der Boden wurde in Sekunden aufgelockert. Danach  wurde der Boden mit Hilfe dem Ochsen und dem Pflug aufgelockert. Gleichzeitig haben die Jungs mit vereinten Kräften der Bevölkerung (Männern) den ersten Baumstamm mit der Machete und heute vorhanden Axt geschwächt. Anschließend wurde auf der Baumkrone ein Seil angebracht und mit viel Euphorie der Jungs wurde dieser gefällt.

Während unserer Mittagspause arbeiteten die afrikanischen Männer durch und zogen den zweiten Baum samt Wurzel mit einem LKW aus dem Boden heraus. Nach unserer Pause konnten wir unseren Augen nicht trauen. Nun bestand es in der zweiten Arbeitseinheit die Äste der Bäume mit einer Machete abzutrennen.

So ging dieser Tag erfolgreich zu Ende…

  

Neuer Tag, neues Abenteuer...

Sonntag, 24.11.2013

Wie bereits am Vortag ging die erste Arbeitseinheit nach einem sehr knappen Frühstück um 6 Uhr auf dem noch Maisfeld los. Die Vorfreude der Jugendlichen hielt sich in Grenzen und die Skepsis von gestern war noch zu spüren. Zuerst probierten wir unseren selbstgebauten Pflug (aus Schrottteilen), den wir gestern noch nach dem Abendessen montiert haben, aus.

Wir verbanden den Pflug mit einem Auto. Die Idee funktioniert und die Freude war groß. 5 Minuten später machte jedoch das Auto schlapp. Das bedeutet wieder von Hand hacken. Schnell ist die Stimmung gekippt und keine Menschenseele war zu sehen. Dadurch waren die Jugendlichen frustriert und demotiviert.

Doch gegen 9 Uhr erleben wir die Überraschung des Tages. Aus allen Himmelsrichtungen strömten ca.150 Menschen aus der Bevölkerung und boten ihre Hilfe an. Überwiegend Frauen, auch welche die ihre kleinen Babys auf dem Rücken mit einem Tuch fest gebunden hatten, fingen sofort an zu hacken. Die Werkzeuge der Frauen entsprachen für uns mittelalterlich. Zum Beispiel selbstgebundene Reisigbesen und Griffe aus krummen Ästen verbunden mit einem Keil. Andere Frauengruppen entfernten das Gestrüpp mit samt Wurzeln mit einer Machete. Wer kein Werkzeug dabei hatte, transportierte mit bloßen Händen die Maiswurzeln vom Platz weg. In der Zwischenzeit hat die Gruppe von Männern den ersten Baum mit einem Durchmesser von ca. 50 cm einschließlich Wurzeln ausgegraben und versuchte nun die Wurzelstränge mit der Machete durchzutrennen. Eine Axt war nicht vorhanden.

 Die Jugendlichen waren von der Hilfe der Bevölkerung, deren unbeschreiblichem Ehrgeiz und extremen Arbeitswillen überwältigt. Sie wurden innerhalb von Minuten angesteckt und hatten plötzlich eine unglaubliche Energie und Motivation an den Tag gelegt.

 Um die Unterstützung der Bevölkerung wertzuschätzen, hatte Herr Özdemir die Idee von den Spenden seiner Familie den fleißigen Helfern belegtes Brot und Wasser zu kaufen. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden die Speisen und Getränke unter den Helfern verteilt. Die Helfer waren dankbar über diese Tat und unsere Jugendlichen erkannten, dass Hunger und Durst den Alltag dieser Menschen bestimmt.

 In der Mittagspause kam unser Ansprechpartner mit einem Pflug in unseren Hof gefahren. Am nächsten Tag wollten wir damit noch effektiver arbeiten. Nach dem Mittagessen  mussten wir schnell mal nach Ouagadougou fahren, um Geld abzuheben.

Schnell geht hier gar nicht, wurde uns schnell hier klar...Wir mussten bei 4 Banken unser Glück versuchen. Wir kamen kurz vor der Dunkelheit (17:45Uhr) zurück nach Kombissiri. Trotzdem wollten wir den Pflug auf dem Maisfeld testen, mit Erfolg. Die Jugendlichen freuten sich riesig und jubelten.

An diesem Abend passte die Stimmung der Jugendlichen zu ganz Ouagadougou und Kombissiri. Um sich das Ticket für die WM 2014 in Brasilien zu sichern, musste sich die Nationalmannschaft von Burkina Faso heute Abend gegen Algerien behaupten. Herr Özdemir entschied sich mit den fußballbegeisterten Jungs in einem nahen gelegenen Verkaufsstand mit Fernsehanschluss sich das wichtige Qualifikationsspiel anzuschauen. Leider verlor die Nationalmannschaft und schied somit aus.

Mit Zuversicht beendeten wir den Tag...

Erster Blogeintrag aus Kombissiri

Samstag, 23.11.2013

Hallo zusammen,

endlich haben wir eine Möglichkeit gefunden, um unseren ersten Blogeintrag aus Kombissiri vorzunehmen. Wir freuen uns alle sehr, dass von zu Hause aus ein so hohes Interesse an unserem Vorhaben besteht.

Nun ein Fazit über unsere ersten Tage in Kombissiri (live aus Kombissiri):

In den ersten zwei Tagen haben wir uns an die extreme Hitze ( ca. 39°C) und an die ungewohnen Bedingungen gewöhnen müssen. In dieser Zeit haben wir alle organisatorischen Dinge für unser Wohlbefinden für die nächsten Tage (Einkauf im Supermarkt, vorallem Wasser!!!!!!!!!) und für das Projekt (Werkzeuge, Gespräche mit dem Bürgermeister, Herrn Conombo und dem Sportminister der Gemeinde, Herrn Enri) erledigt.

Am Montag, den 18.11.2013, begann es um 5 Uhr  mit schnellem Frühstücken (ohne Kaffee) und Sonnenschutz auftragen. Nach einem 10-minütigen Fußweg standen wir um Punkt 6 Uhr auf dem damaligen Maisfeld. Nun soll in den nächsten Tag daraus ein Fußballfeld entstehen. Herr Özdemir hat sofort mit der Bemaßung des Sportplatzes begonnen. Erstes Hindernis: Maurerschnur nicht genug vorhanden und 4 Bäume standen auf dem Fußballplatz. Nun hat Herr Özdemir die Lage und die Bemaßung des Feldes so geändert, dass nur "2 Bäume" entfernt werden müssen. Die Arbeitsgruppe hat gleichzeitig schon ein Teil der Fläche gereinigt und aufgehackt. Um 11:30 haben wir unsere erste Pause eingelegt.

Schnell war uns klar, dass es ein schweißtreibendes Projekt sein wird. Die Stimmung in der Gruppe war gemischt. Einige aus der Gruppe waren unzuversichtlich und zweifelten am Gelingen des Projektes. Auf die Reaktion der Gruppe  handelte Herr Özdemir während der Mittagspause schnell und aktivierte über den Sportminister Hilfe aus der Bevölkerung. Währenddessen motivierte Frau Beck die Gruppe zur Zuversicht. Die Mittagspause verbrachten die Jugendlichen nach dem Essen in ihren Betten und ruhten.

Um 16 Uhr  ging es mit der zweiten Arbeitseinheit weiter. Wir informierten die Gruppe über die versprochene Hilfe am nächsten Tag. Die Jugendlichen waren skeptisch....Bis zum Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr hielten wir dennoch durch und hackten alle fleißig den extrem harten Boden auf. Um 18:30 Uhr gab es unser verdientes Abendessen ( Reis mit Fisch).

Nach dem Essen ging einer nach dem anderen duschen und anschließend ohne große Worte ins Bett. Um 21 Uhr war unser Haus ruhig und dunkel. Zu unserer Sicherheit übernachtete ein Hausmeister im Freien auf unserer Terrasse.   

Ersin Özdemir, Carola Beck

Die erste Woche...

Samstag, 23.11.2013

...haben wir gut überstanden. Wir sind alle wieder fit. Leider fehlt es uns an guten Werkzeugen. Dennoch haben wir uns an diese harten Bedingungen in Kombissiri gewöhnt...Dadurch kommt unser Erfindergeist und unsere Kreativität der ganzen Gruppe zum Vorschein:)

Ersin Özdemir, Burkina Faso

 

Handarbeit

Freitag, 22.11.2013

Unter erschwerten Bedingungen, drückender Hitze und leider kaum Werkzeug vorhanden, gehen die Arbeiten am Sportplatz weiter. Heute morgen wurde der Bodenbelag für den Sportplatz geliefert. Der Sand muss über die künftige Spielfläche verteilt werden. Nach Stunden konnte eine Schubkarre aufgetrieben werden. Von den wenigen vorhandenen Schaufeln sind in der Zwischenzeit die Stiele abgebrochen, so dass unter Mithilfe der Einheimischen angefangen wurde, mit den Händen den Sand zu transportieren. Neue Schaufeln müssen erst beschafft werden. Ansonsten geht es der Gruppe gut, sie loben die Verpflegung durch die Einheimischen, unsere Jungs sind fleißig und liegen abends müde um 21.00 Uhr schon in den Betten.

Morgen wird nicht gearbeitet, es ist zum Abschluss der ersten Arbeitswoche, ein Ausflug in die Hauptstadt geplant.

Christine Blawert

Fortschritte!

Donnerstag, 21.11.2013

Heute haben wir erfahren, dass der Sportplatz fast fertig ist. Es geht schneller voran, als geplant.

Die Einwohner aus Kombissiri nehmen regen Anteil an unserem Projekt und helfen mit.

Achtzig Frauen haben geholfen, den Sportplatz vorzubereiten und von Bewuchs zu befreien.

Ein großer Baum wurde im Wurzelbereich mit Spitzhacken so bearbeitet, dass schließlich ganz oben im Baum ein Seil angebunden und der Baum durch 100 Menschen gemeinsam zu Fall gebracht werden konnte. "Menschen statt Werkzeug"! 

Es gab in unserer Gruppe bereits einige Magenverstimmungen, die aber jeweils nach 2 Tagen wieder abgeklungen sind. Es sind alle wohlauf und gesund und gut gelaunt.

Am Sportplatz werden jetzt die Tore einbetoniert und die Netze angebracht. Es wird jetzt überlegt, was die Gruppe danach in Angriff nimmt. Wir überlegen, ob damit begonnen werden kann, ein Fundament für ein Schulgebäude auszuheben.

Unsere Gruppe verhandelt das vor Ort mit dem Bürgermeister und dem Sportminister. Es muss ausgehandelt werden, welche Möglichkeiten bestehen und welche Ergebnisse erzielt werden können, mit unserem (abnehmendes) Budget und den vielen afrikanischen Menschen, die ihre Arbeitskraft einbringen. 

Mittagspause ist übrigens von 12 - 16 Uhr. In dieser Zeit ist keine Arbeit möglich, danach wird noch ein paar Stunden gearbeitet.

Andreas Schrenk

Heiße Zeiten!

Dienstag, 19.11.2013

Viel ist es nicht, was wir von unseren Leuten wissen, bis auf: Es geht allen gut.

Sie haben übrigens einen interessanten Rhythmus. Um 05:30 Uhr beginnen Sie mit der Arbeit, weil es um 10 Uhr vormittags so heiß wird, dass nichts mehr geht!

Kombissiri ist eine kleinere Gemeinde ca. 40 km südlich von Ouagadougo. Der Zugang zum Internet ist nur schwer möglich. Solange also unsere "Afrikaner" deshalb nicht selbst in diesem Blog posten können, werden wir alle Informationen, die wir telefonisch erhalten, für alle Interessierten unmittelbar hier zur Verfügung stellen.

Alle sind eingeladen, fleißig zu kommentieren! 

Andreas Schrenk

Projekt vor Ort hat begonnen

Dienstag, 19.11.2013

Unsere Gruppe hat zur Zeit noch keinen Internetzugang und kann daher noch keine eigenen Blog-Einträge in den Blog eintragen. Unsere Kollegin hat uns am Montag telefonisch über den Stand informiert.

Sie sind alle gut untergebracht und werden gut versorgt. Der Bürgermeister von Kombissiri bemüht sich sehr um einen guten und engen Kontakt zu unserer Gruppe und um deren Wohlergehen. Bis auf leichte Magenverstimmungen bei Einzelnen sind alle wohlauf.

Am Montag wurde bereits der Sportplatz vermessen und mit den ersten Arbeiten angefangen.

Andreas Schrenk 

Die Reise nach Burkina Faso

Donnerstag, 14.11.2013

Bereits der erste Tag war ein einziges Abenteuer! Um 00:45 Uhr fuhren wir in Ettlingen los, Richtung Paris, Airport Charles de Gaulle.

Trotz Stau lagen wir zunächst gut in der Zeit. Umso überraschter waren wir, als es beim check-in Schalter hieß: geschlossen. Wir waren exakt 5 (!) Minuten zu spät und Air France kannte keine Gnade. Unmittelbar vor uns schlüpften noch mehrere andere Reisende durch, wir blieben draussen. Aller Protest, alles Erklären und Bitten half nichts.1 1/2 Stunden vor Abflug war klar, wir fliegen nicht mit. 

Am Ende erfuhren wir, dass unsere Tickets verfallen sind und wir neue kaufen müssen, um am nächsten Tag fliegen zu können. Angebotspreis: 1500 € pro Ticket x neun Personen. 

Wir verhandeln, erreichen schließlich einen Ticketpreis von 360 € und sagen zu. Die Alternative wäre gewesen: zurück nach Ettlingen und das Projekt zu beenden. Das riss erst mal ein ziemliches Loch in die Projektkasse, wofür zwischenzeitlich aber eine Lösung gefunden werden konnte.

Aber zunächst steht nun noch aus, die Übernachtung für 11 Personen zu organisieren. Über die Einbindung eines unserer Mitarbeiter in das weltweite Netzwer der Alewiten werden wir von der alewitischen Gemeinde Paris spontan eingeladen.  Ein Mitglied der Gemeinde holt uns vom Flughafen ab und nimmt uns mit zum Fastenbrechen der Gemeinde. Wir werden herzlich aufgenommen und sind überwältigt von der Freundlichkeit und Offenheit und der Gastfreundschaft, die uns einfach so entgegengebracht wird.

Übernachtet hat ein Teil der Gruppe im Lokal unseres Gastgebers. Der Mann, der uns erst seit wenigen Stunden kannte, überließ uns völlig vertrauensvoll sein komplettes Lokal, in dessen Hinterzimmer ein paar Matratzen und Decken zum Schlafen gerichtet wurden. Bevor alle, nach teilweise mehr als 36 Stunden ohne Schlaf sich endlich hinlegen konnten, trafen wir im Lokal auf die gesamte Familie unseres Gönners. Eine seiner Töchter feierte ihren 22igsten Geburtstag mit der Familie und lud uns alle ein. Die Geburtstagstorte und eine Flasche Sekt wurde durch 20 geteilt und jeder bekam ein Ministück Torte und einen Fingerhut voll Sekt.  

Der Rest der Gruppe fuhr nach der kurzen Party mit unserem Gastgeber zu dessen Haus und übernachtete dort. Wir alle sind in höchstem Maße beeindruckt von der alewitischen Art und überaus dankbar für diese besondere Erfahrung. Fast sind wir froh, das Flugzeug verpasst zu haben. 

Am anderen Morgen geht es früh zum Flughafen, sicher ist sicher. Alles geht gut. Alle Koffer werden aufgegeben und unsere Gruppe geht an Bord.

Nous sommes embarqués...!

Der Flug verläuft reibungslos und wie vereinbart, werden am Flughafen in Quagadougou alle abgeholt und ab gehts nach Kombissiri. 

Andreas Schrenk

Entsendungsfeier am 13.11.2013

Mittwoch, 13.11.2013

Zur Entsendungsfeier waren alle Jugendlichen und alle Mitarbeitenden in die Kapelle des St. Augustinusheimes eingeladen. Außerdem waren Sponsoren und Unterstützer zu Gast, die dieses Projekt mittragen. Auch einzelne Angehörige nahmen an der Entsendungsfeier teil.

Alle Mitglieder der Projektgruppe wurden persönlich vorgestellt und berichteten über die einzelnen Veranstaltungen, die in den letzten Monaten zur Vorbereitung des Aufenthaltes in Burkina Faso durchgeführt wurden (Erste Hilfe, Französisch, Informationen über Kultur, Land und Leute, Teambuilding,...)  

Die Reisenden wurden mit den guten Wünschen der Azubis aus den verschiedenden Werkstätten verabschiedet, bekamen Ihre Tickets ausgehändigt und wurden mit einem irischen Segen auf die Reise geschickt. 

Sie werden nach Kombissiri in Burkina Faso reisen und dort drei Wochen arbeiten. Es ist geplant, einen Sportplatz anzulegen und das Dach einer Schule restaurieren. 

Andreas Schrenk

Mit dem Ticket in der Hand...